Katholische Pfarrei  Sankt Laurentius Mittweida
Chronik
Zuletzt geändert am:  31.08.2015                  Erstellt von: Bruno Kny   
  967 Auf Vorschlag von Kaiser Otto genehmigte Papst Johannes XIII. die Errichtung der drei Bistümer Meißen, Merseburg und Zeitz (später Naumburg).   968 Gründung des Bistums Meißen. 1290 Erstmalige urkundliche Erwähnung der heute noch bestehenden, im    romanischen Stil erbauten, evangelischen Stadtkirche, die ursprünglich                                “Unserer lieben Frau” geweiht war. 1450 Die Kirche wird durch eine Feuersbrunst zerstört, um aber schon wenig später im gotischen Stil neu zu erstehen. Baumeister ist wahrscheinlich Arnold von Westfalen. 1323 Seit dieser Zeit war stets ein Meißner Domherr Pfarrer von Mittweida, dieser residierte in Meißen. Deshalb war in Mittweida ein Vikar zur seelsorglichen Betreuung angestellt. Daneben gab es im späten Mittel- alter noch weitere 11 Kapläne. Anfang 16. Der reformatorische Ruf Luthers verhallt auch in Mittweida nicht unge- Jahrhundert hört und führt zur Glaubensspaltung. 5. Juli 1541 Herzogin Elisabeth ordnet die Kirchenvisitation und die Beschlag- nahmung des Vermögens an. Damit erlosch das katholische Leben in Mittweida für viele Jahrhunderte. 1849 bis 1874 Zweimal im Jahr wird in einem gemieteten Lokal katholischer Gottes- dienst gehalten. 1905 Nach wirtschaftlichem Aufschwung und der Gründung des Poly- technikums Mittweida nahm die Zahl der Katholiken stark zu. In Chemnitz wird ein 4. Kaplan angestellt, der seinen Wohnsitz in Mittweida, Bahnhofstraße 34 nahm. Nun war wieder jeden Sonntag Gottesdienst in der Aula des Technikums, wochentags war Gottesdienst in der Wohnung des Kaplans. 1. Jan. 1906 Die eigene Seelsorgestelle in Mittweida wird kirchlich und staatlich bestätigt. Der erste Seelsorger, Kaplan Richard Gottfried, war gleich- zeitig zuständig für Waldheim. 1906 Die Gemeinde bekommt vom Mittweidaer Fabrikanten Steinegger ein Grundstück geschenkt und wurde von ihm auch sonst großzügig unterstützt. 1. Juni 1906 Es erfolgt der erste Spatenstich für eine katholische Kirche in Mittweida. 16. Sept. 1907 Grundsteinlegung durch Pfarrer Joseph Müller, Chemnitz St. Johannes Nepomuk, unter Assistenz von Kaplan Richard Gottfried. 8. Sept. 1907 Die St. Laurentiuskirche Mittweida wird von Bischof Dr. Aloys Schaefer konsekriert. 7. Nov. 1907 Gründung des Kirchenchor-Vereins “Cäcilia”. 1. April 1911 Die Expositur (Seelsorgebezirk ohne eigene Vermögensverwaltung) Mittweida wird zur Pfarrei erhoben. 11. März 1914 Feierliche Glockenweihe; es waren drei Glocken, aber nur kurze Zeit. Die beiden großen Glocken wurden Opfer des 1. Weltkrieges. Geblieben ist die kleine,die Ave-Glocke (Durchmesser 1,02 m, Gewicht 638 kg). Dez. 1914 Von der Fa. Voigt aus Bad Liebenwerda wird eine Orgel übergeben und begleitet nun den Gesang der Gemeinde. 2. Aug. 1914 Pfarrer Aureden übernimmt die Pfarrei. Es wird die Heizung und die elektrische Lichtanlage eingebaut. Ende des 1. Welkrieges löste sich der Kirchenchor “Cäcilia” auf. 1919 Dem Pfarrer stand eine “Gemeindehelferin” zur Seite, die Religions- unterricht erteilte, Alte und Kranke besuchte, usw. 3. Juli 1927 Pfarrer Joseph Hartmann wird eingeführt. 13. Aug. 1927 Die Seelsorgehelferin Fräulein Maria Althoff tritt ihren Dienst an. Sie übernimmt den Küster- und Organistendienst sowie den Altarschmuck. Im Kindererholungsheim der Schwedin Elsa Brändström in Zschöppichen wird zwei bis drei Mal im Monat Religionsunterricht gehalten. 1927 Der Kirchenchor “Cäcilia” wird neu gegründet. Einmal im Monat ist Gottesdienst in Waldheim, hinzu kommt Religionsunterricht und die Betreuung der katholischen Gefangenen im Zuchthaus. 1. Mai 1931 Erster Gottesdienst in Geringswalde im Vereinszimmer des Hotels “Wettiner Hof”. Juni 1931 Die Gemeinde erhält ein eigenes Kirchenblatt, “Der Pfarrbote” erschien viermal im Jahr. 1934 Die Errichtung einer Lokalkaplanei in Waldheim führt zur Erleichterung der Arbeit in der Pfarrei. 28. Okt. 1934 Pfarrer Schmitz übernimmt die Pfarrei. Durch sein mutiges Auftreten gegen die braune Barbarei kam er letztlich in Haft in Leipzig und Bautzen. In dieser Zeit kümmerte sich Kaplan Hirsig aus Waldheim um die Pfarrei. 1949 Pfarrer Schmitz geht aus Mittweida weg und Pfarrer Bruno Jitschin übernimmt die Pfarrei. Bis zu seiner Einführung war Pfarrer Georg Öhmt als Pfarrverweser eingesetzt. 1954 Kaplan Gerhard Kaiser tritt seinen Dienst an und wohnt auf der Dr.- Wilhelm-Külz-Straße 15. 1954 Geringswalde kommt zu Rochlitz, wo im gleichen Jahr eine Seelsorge- stelle eingerichtet wird. 1962 Pfarrer Georg Nahlik übernimmt die Pfarrei. Er rief den “Kreis junger Familien” ins Leben. 1962 Mit drei Studenten gründet Kaplan Christian Jung die Studenten- gemeinde “Thomas Morus”. 8. März 1970 Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wird die Altarweihe der entsprechend dem 2. Vatikanischen Konzil umgebauten Kirche von Bischof Dr. Otto Spülbeck vorgenommen. 1970 Pfarrer Helmut Wagner und Kaplan Adolf Müller nehmen ihren Dienst in Mittweida auf. 1975 Waldheim wird endgültig von Mittweida getrennt und wird eine eigene Pfarrei. Rochlitz mit Geringswalde kommt dafür zu Mittweida. 1979 Pfarrer Wagner (Pater Robert) und Kaplan Müller (Pater Alberich) ver- lassen die Pfarrei und gehen nach Rosenthal. Sie treten in den Zisterzienserorden ein. 1979 Pfarrer Roland Frosch übernimmt die Pfarrei. Ab Jan. 1982 Umbau des alten Büros und des Vereinszimmers zum Gemeindesaal, Umbau der Pfarrwohnung, Einbau einer Warmwasserheizung auf Kohlebasis, eine neue Doppelgarage ersetzt die alte Holzgarage. 4. Juni 1987 Pfarrer Norbert Jensch wird von Probst Günter Negwer in die Pfarrei eingeführt. Ende 1989 Der Kirchenchor “Cäcilia” hört auf zu existieren. 1990 bis 1994 Ausstattung der Kirche mit Figuren des Hl. Laurentius, des Hl. Joseph, einer Schutzmantelmadonna, des Hl. Bischofs Benno, der Hl. Elisabeth von Thüringen und mit dem Altarbild “Heilige Familie mit zwei Evan- listen” von Vincenzo Lugaro. 1. Jan. 1994 Rochlitz und die umliegenden Dörfer werden nach Wechselburg umge- pfarrt, wo seit dem 28. August 1993 ein Filialkloster der Benediktiner- abtei Ettal existiert. 1996 Die Gemeinde beteiligt sich am Dreikönigssingen und erhält eine elektrisches Glockengeläut, welches zu Pfingsten das erste Mal ertönt. 1997 Da die 1914 eingebaute pneumatische Orgel repariert oder erneuert werden muß, wird ein Orgelbauverein gegründet. 1. Juni 2001 Die Pfarrei “Heiliger Konrad von Parzham” Hainichen wird übernommen. 1. März 2004 Pfarrer Steffen Börner übernimmt die Pfarrei. 1. Adv, 2005 Die neue, mechanische Orgel wird von Bischof Joachim Reinelt feierlich geweiht. Die Kosten beliefen sich auf 145.000 €, davon 35.000  € wurden durch Spenden und Mitgliedsbeiträge aufgebracht. 2. Adv. 2006 Da die hölzerne Altarplatte schadhaft war, wurde sie gegen eine Altar- mensa aus Sandstein ausgewechselt. Aus gleichen Material, zum Altar passend, wurden Ambo und Taufstein neu gestaltet und errichtet. Den Altarraum schmückt ein großes Kruzifix. 2014 Es werden Verantwortungsgemeinschaften gebildet, d.h. Pfarreien einer bestimmten Region arbeiten enger zusammen. Für unsere Region wurde zunächst die Verantwortungsgemeinschaft Mittweida, Wechselburg und Geithain gebildet. Nachdem es in unserer Pfarrei (Mittweida und Hainichen) unterschiedliche Entscheidungen gab, geht Hainichen zur Verantwortungsgemeinschaft Freiberg, Mittweida bleibt in der Verant- wortungsgemeinschaft Wechselburg; hier kommen Borna und Limbach- Oberfrohna hinzu. 31.08.2015 Pfarrer Börner verlässt unsere Pfarrei und wird nach Kamenz versetzt. Er wurde am 30.08.2015 in Anwesenheit des Landrates und des Ober- bürgermeisters verabschiedet. Erstmalig in der Geschichte der Pfarrei St. Laurentius Mittweida wird die Stelle des Pfarrers voraussichtlich nicht wieder besetzt. 01.09.2015 Die Pfarrei Sankt Laurentius Mittweida wird von der Pfarrei “Mariä unbe- fleckte Empfängnis” Limbach-Oberfrohna betreut. Am 06.09.2015 ist die Amtseinführung von Pater Slawomir Niemczewski SDB.